Zauberwissen

Die Magie vom Element Wasser

Die Magie vom Element Wasser

Das Element Wasser ist der Urstoff allen Seins.

Wasser spendet Leben. Es nimmt Leben. Wogende Wellen. Spritzende Gischt. Stilles, tiefes Gewässer. Wasser ist in uns und um uns. Es verbindet. Es vereinigt und fliesst. Mal ist es klar, mal ist es trüb.  Es ist das einzige chemische Element, das drei Aggregatszustände kennt: Flüssig, fest und gasförmig.

In der Mythologie finden wir beide Seiten des Wassers wieder – Helligkeit und Dunkelheit. Es bringt uns Chaos. Es bringt uns Reinigung. Eng verbunden mit Mutter Erde und Vater Sonne bringt es Wachstum, Reife und Erneuerung. Der ewige Kreislauf.

Wolf-Dieter Storl, ein bekannter Kulturanthropologe, erwähnt in einem seiner Bücher sogar, dass es Indigene gibt, die wirklich die Fähigkeit besitzen sollen, Einfluss auf das Wetter zu nehmen. Dies sei unter Wissenschaftlern untereinander bestätigt, schreibt er, doch niemand würde sich offen darüber austauschen, weil es nicht mit Messungen zu erklären sei.

Wasserrituale – überliefertes Brauchtum

Bei denjenigen, welche die Jahreskreise noch heute feiern, findet man den Brauch, zu Samheim (01.11. – Allerheiligen), den Ahnen Brot und Wasser an die Türschwellen zu stellen, um sie an diesem Tag besonders zu ehren.

Die Germanen opferten früher Schmuck, Waffen oder Miniaturschiffe, um Segen für Ernten, erfolgreiche Kämpfe oder eine gute Seefahrt zu erbitten. Auch Salz, Gold, Kupfer oder Silber galten als gern gegebenes Opfer.

Viele von uns dürfte auch der Brauch bekannt sein, einen Wunsch verbunden mit einer Münze in einen Brunnen oder eine in eine Quelle zu werfen.

Die Magie der Elemente - Band 3: Wasser

Buchtipp: Die Magie der Elemente – Wasser

Das alte Taufritual, welches schon vor dem Christentum bei den Heiden vollzogen wurde, stand seit jeher für das Abwaschen des Alten, bevor rituell die Zugehörigkeit zu einer neuen spirituellen Gruppe bezeugt wurde. Das heilige Osterwasser wird noch heute in der Kirche für die Taufen des ganzen Jahres verwendet.

Die Kelten und Germanen sollen auch gerne Orakelzeremonien an Quellen und Gewässern vollzogen haben. Auch in der Nibelungensage wird von Weissagung erzählt: Die Meerweiber, transparent und schön, hatten sich am Fluss ihrer weißen Schwanenfederkleider entledigt. Hagen überraschte sie dabei und entwendete die Schwanenkleider. Für eine Weissagung bot er die Rückgabe an. Leider konnte er die wahrhaftige Botschaft nicht heraus hören und so ritt er in seinen Untergang.

Die dunkle Seite vom Element Wasser

Wie alles, das in uns und um uns ist, ist auch das Element Wasser ein zweiseitiges Schwert. Es bringt uns nicht nur Wachstum, sondern auch Zerstörung. Es nimmt. Es transformiert.

Diese Erfahrung machen wir auch in heutigen Zeiten immer wieder. Sei es als Hochwasser, das alle Grenzen übersteigt, egal wie künstlich wir es zu bändigen versuchen oder Ereignisse, wie zum Beispiel die Tsunamiwelle vor ein paar Jahren, deren zerstörerische Auswirkungen wir erfahren mussten. Bleibt Regen aus, vertrocknet das Land und die Pflanzen verdorren, bevor sie reif geworden sind.

In der Mythologie finden wir die zerstörerische Kraft oft als das alles verschlingende Seeungeheuer wieder. Es zerstört. Es nimmt Leben. Es wird gefürchtet. Es reißt als ungebändigte Kraft alles grausam in seine Tiefen.

Die helle Seite vom Element Wasser

Auf der anderen Seite des zweischneidigen Schwertes bringt uns Wasser Erneuerung, Blüte, Wachstum, Reife und Ernte. Es gibt.

Wasser bringt uns Energie. Energie, die wir heute in allen möglichen Formen nutzen. Wasser erhält unseren Körper am Leben. Es ist Teil unserer Nahrung. Wir treiben Motoren mit Wasser an. Wir reinigen uns. Wir haben Spaß am erfrischenden Nass und der Leichtigkeit in ihm und mit ihm. Wir lassen uns mit ihm treiben. Wir finden in die Stille in seiner Nähe. Wir machen Schneeballschlachten oder lassen uns mit unseren Schlittschuhen auf ihm tragen.

In der Mythologie finden wir das Wasser als Archetyp an allen Stellen wieder. Neptun – Gott des fließenden Gewässers, Poseidon – Gott des Meeres, Aphrodite – Göttin der Schönheit und Lust und unzählige viele mehr.

Wie du die Kräfte des Wassers für dich nutzen kannst

Wasser trägt viele verschiedene Qualitäten in sich. Es liegt an dir, welche Qualitäten du für dich nutzen möchtest.

Wasser eignet sich zum Beispiel auch sehr gut dafür, mit Hilfe seiner Kraft alte Dinge loszulassen, die du auf deinem Weg nicht mehr mitnehmen möchtest und um Neues zu bitten, das du in dein Leben ziehen möchtest.

Magische Rituale mit der Kraft von Sonne, Stein und Wasser

Buchtipp: Magische Rituale mit der Kraft von Sonne, Stein und Wasser

Such dir dazu im Wald ein kleines Stückchen Rinde, dass du als Schiffchen in ein fließendes Gewässer geben kannst. Nimm ein Teelicht und entferne die Aluschale außen herum. Schreibe das auf ein Blatt Papier, was du loslassen möchtest. Suche dir ein paar schöne Sachen aus dem Wald als Platzhalter für das Neue, das du dir wünscht. Binde das Papier auf dem Schiffchen fest. Zünde das Teelicht an und gib es darauf. Benutze bitte ausschließlich natürlich abbaubare Materialien.

Danach bittest du die Himmelsrichtungen (Osten, Süden, Westen, Norden), die Elemente (Wasser, Luft, Erde, Feuer) und Großmutter Wasser um ihre Kraft und ihren Schutz. Du verinnerlichst dir noch einmal, das was du loslassen möchtest. Bedanke dich für die Lektionen, die du dadurch erfahren durftest und dein Wachstum. Anschließend fokussierst du dich auf das Neue. Darauf was es ist und wie es sich anfühlt. Bitte die geistige Welt darum. Und übergib dein Schiffchen dem fließenden Wasser.

Danke den Richtungen, den Elementen und Großmutter Wasser. Und dann lass dich überraschen. Vom Fluss des Lebens.

Ich wünsche dir einen zauberhaften, harmonischen und kraftvollen Tag!

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