Schwerelos lässt sich das Falkenwesen von den wärmenden Spiralen des Windes der Erde entgegentragen. Je näher es der Erde kommt, desto intensiver ist der innere Ruf zu spüren. Seelenruhig streift sein weiter Blick am Uferrand entlang und es lässt sich dorthin ziehen, wohin es gerufen wird.

Dort unter der Weide sitzt er, der junge Mann. Voller Verzweiflung starrt er ins Wasser. Ein Tränenstrom läuft ihm über das Gesicht. Er scheint wie gelähmt zu sein und zittert am ganzen Körper. Seine Seele ist es, die das Falkenwesen gerade zu sich ruft.

Behutsam nähert sich das lichte Wesen und setzt gefühlvoll vor dem jungen Mann auf. Ihre Blicke finden sich. Geistwesen und Erdenkind. Zwei Seelen auf ihrem Weg. Dem Weg der Erkenntnis. Der Einheit dienend. Als Teil des Ganzen. Jeder für sich und doch zusammen.

Ihre Energien verweben sich tiefer und das Falkenwesen wird von alles durchdringender Wehmut durchströmt. Voller Mitgefühl lässt es sich noch weiter fallen und gibt  sich der Verschmelzung der Seelen vollständig hin. Himmel und Erde verbinden sich. Geistwesen und Erdenkind.

Schwerelos beginnen sich die Energien gemeinsam in die harmonische Ordnung zurück zu bewegen. Ganz sachte kommt der Glitzer wieder hervor. Sanfte harmonische Töne erklingen im Inneren und vernetzen sich zu einer feinen Melodie, die sachte in zartes Licht hüllt.

Anfang und Ende verschmelzen ineinander. Widerstände zerfallen in endlose Räume. Jede Verletzung gebiert sich harmonisch neu. Die Weite der klingenden Stille verbindet mit grenzenloser Freiheit. Göttliche Harmonie durchdringt alles Sein.

Ein schwereloses Schweben in Glückseligkeit.
Ein zartes Schmecken der endlosen Ewigkeit.
Ein glitzerndes Fühlen des tief erfüllenden Friedens.
Ein leiser Hauch des vollkommenen Paradieses.

Als göttliches Geschenk von Geistwesen an Erdenkind.

Zur Erinnerung an sich selbst.


© Dimension Sieben, Manuela Rohr