Träume

Immer mehr Drachen fliegen frei

Immer mehr Drachen fliegen

Ein Traum…

Zum wiederholten Male erzeugte Illusionen von außen. Ich kenne die Energie. Ich kenne sie sogar ziemlich gut. Sie besucht mich derzeit öfter. In den verschiedensten Dimensionen. Immer und immer wieder werde ich neuen Prüfungen unterzogen. Meine Schwachstellen zeigen sich. Nacht um Nacht. Durch die Grenze des Re-agierens hin zum Agieren schaffe ich es in der Traumwelt noch nicht. Ich finde den Schalter nicht. Noch nicht.

Immer wieder werde ich herausgefordert in den unterschiedlichsten Kulissen. Erstaunlich, wie beweglich man in Träumen sein kann. Wie schnell dort alles geht. Die Zeit ist noch nicht wirklich greifbar für mich. Tempo bin ich gewohnt, damit habe ich weniger Probleme. Doch hier läuft es für mich wirklich gerade schnell ab. Oder bin das ich selbst? Ich vertraue meinen Instinkten. Mir ist bewusst, dass mir nichts passieren kann. So lasse ich los und lasse geschehen.

Meine Seele weiß, was zu tun ist. So suche ich Ansatzpunkte. Zeitlich. Räumlich. Alles ist anders hier. Es fühlt sich anders an. So riesengroß und doch laufe ich wie auf einem Beförderungsband durch einen Film, den ich noch nicht konkret beeinflussen kann. Das macht nichts. Ich vertraue. Ich bin behütet und beschützt. Alles geschieht so, wie es die Geister zulassen.

Doch ich möchte auch mitspielen. An der Zeit drehen. Sie dehnen und strecken. Sie überspringen, um dann doch wieder zurückzukehren. Wo kann ich ansetzen? Während ich mich zeitgleich durch die unterschiedlichsten Herausforderungen hangele und selbst immer wieder darüber erstaunt bin, auf welchen Umfang von Fähigkeiten mein Traumbewusstsein zugreifen kann, fühle ich mich tiefer und tiefer ein. Ich wache auf.

Die Traumwelt gerät immer mehr in meinen Fokus. Ich bitte die Geister darum, dass mir die Macht meiner Geisteskraft im Traum bewusst wird. Normalerweise kann ich sie um vieles bitten. Und wenn es für mich an der Zeit ist, beschenken sie mich wieder. Mit Belohnungen, doch auch mit neuen Herausforderungen. Mir fällt ein, dass ich sogar um den nächsten Schritt gebeten habe. Nun ist er also wieder einmal da.

Ein neuer Traum. Dieses Mal reise ich mit einer jungen Frau durch die Traumzeit. Auch ihre Energie kenne ich. Sie leitet heute den Konzern, in dem ich meine erste Ausbildung absolvierte. Doch dort hatte ich nur mit ihrer Mutter zu tun. Sie kenne ich aus diesem Leben nicht. Und doch kenne ich sie. Verrücktes Sein. Es gibt keinerlei Grenzen.

Wir reisen also durch die Zeit. Die junge Frau nimmt mich irgendwie mit, denn mir sind die Methoden noch nicht ganz klar. Wir landen in einer Zeit, in der es noch die deutsche Mark gibt. Wir wollen ein wenig Spaß haben und tanzen. Es geht ans bezahlen. Wir haben jedoch nur Euros dabei. Und jetzt?

Wieder ein Zeitsprung. Es geht tief in den Keller. Lässige Gewölbe. Irgendwie ist es dort düster. Plötzlich nehme ich die andere Energie wieder war, die mich immer wieder herausfordert. Musik erklingt und übermittelt noch mehr dieser Energie. Die Art, wie sich die Musik anfühlt, zeigt so klar auf, um wen es sich handelt. Und wieder geht der Zirkus von vorne los. Dann wird mir schlecht und ich wache auf. Ich räuchere mich und wieder bitte ich die Geister um mehr Bewusstsein in den Träumen.

Erneut ein Traum. Ich befinde mich wieder in Gewölben. Sie fühlen sich griechisch an. Die Wahrnehmung ist so anders in der Traumwelt. Irgendwie sehe ich nicht und irgendwie sehe ich ja doch. Ganz schön klar sogar. Ich fühle Raum und Zeit. Ich fühle Formen. So viele Energien. Ich weiß einfach, wie es ist. Da ist kein Zweifel mehr da, wenn ich richtig hinfühle und meiner Wahrnehmung vertraue.

Ob ich langsam immer mehr den Verstand verliere? Ist das jetzt gut oder schlecht? Ach ja gut oder schlecht gibt es ja für manche nicht mehr. Ach, die können mich mal. Bei mir gibt es Gutes. Fertig. Und zu Gunsten des Guten möchte ich sein. Auch fertig. Wieder kommen Herausforderungen. Ich merke, wie die Räume enger werden, wie der Zwang wieder beginnt.

Wieder bin ich gezwungen zu reagieren, weil ich dort so nicht einfach nur sein kann. Zumindest weiß ich nicht wie. Noch nicht. Plötzlich reicht es mir und mir platzt die Hutschnur. So ein Kindergarten! Ich beginne mit Licht an einem Punkt die Decke zu öffnen. Zügig ziehe ich die Öffnung so breit, wie ich möchte.

Meine Flügel durchdringen meinen Rücken. Ich wandle meine Form und fliege als Drache dem Himmel entgegen. So viel frische Luft. So viel Freiheit. Ich tanze spielend durch den Wind. Ich erkenne, dass ich meinen Willen durchgesetzt habe und sich die Illusion dadurch durchbrechen ließ. Erleichterung durchströmt mich. So einfach ist das also, wenn man die richtige Geistesfrequenz dann mal endlich findet. Mann! Lachend fliege ich weiter.

Und wieder einmal durchzieht mich die Erkenntnis, dass die Herrschaft der Angst tatsächlich vorbei ist. Es zeigt sich an so vielen Stellen, an so vielen Orten. Darüber bin ich froh. So froh! So wächst mein Vertrauen wieder ein Stückchen weiter und wandelt sich immer mehr in den Glauben an alles was ist. Denn immer wieder darf ich erfahren, dass alles in meiner eigenen Macht liegt, wenn ich mich traue meine Kraft anzunehmen.

So lasse ich mich nicht mehr länger provozieren. Alleine ich entscheide, wohin meine Energie fließt. Und ich zeige mich. Egal, was kommt.

Ich fliege frei!

© Dimension Sieben 2018

Bild: Anne Stokes

Das neue Hörbuch auf Dimension Sieben

Im ersten Teil dieser neuen Serie erzählt dir Manuela Rohr, wie sie von der geistigen Welt auf den Weg der Heilerin gerufen wurde, wie sich ihre Wahrnehmung kontinuierlich erweitert und welche Herausforderungen und neuen Erkenntnisse ihr auf diesem Weg immer wieder begegnen.

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