Geschichten

Leuchtende Himmelssterne

Leuchtende Himmelssterne

Lang, lang ist es her. In einer Zeit, in der es die Zeit gar nicht wirklich gab. An irgendeinem Moment fielen einige besonders hell leuchtende Sterne auf die Erde herab. Ein Lied erzählt uns davon, wie diese Sterne zu Bergen wurden. Zu Bergen, die tief in sich ruhend ihre leuchtende Energie mit allen Wesen auf der Erde teilen.

Eine andere Legende gibt es dazu, die davon erzählt, wie die Seelen dieser Sterne zu Menschen wurden. Immer wieder neu erwacht im menschlichen Körper vergaßen sie oft um ihr ursprüngliches wahres Sein. So gerieten sie ins völlige Vergessen. Eine Sehnsucht, die jeder von ihnen ganz tief in sich trug, ließ sie auf die Suche gehen. Wonach wussten sie selbst nicht so genau. Auf diesem Weg, der von Vater Sonne, Mama Erde und La Luna und noch so vielen anderen getragen und gehalten wurde, durften sie unzählige Erfahrungen machen. Erfahrungen, die sie immer weiter zu sich selbst und somit zum Kern der Wahrheit führten, den sie in sich trugen.

Jeder diese Sterne war ein einzigartiges und wundervolles Wesen. Jeder auf seine ganz zauberhafte Art. Doch das konnten sie am Anfang ihres Weges noch nicht selbst erkennen. Und so verglichen sie sich miteinander, anstatt sich über die Schönheit des anderen zu erfreuen. Sie lernten, was es bedeutet im Neid und in der Eifersucht zu handeln. Sie lernten Wut kennen und auch Angst, nicht genug zu sein. Und noch so viel mehr.

Dieser Weg der Erfahrungen führte sie jedoch immer mehr ins Erinnern. Und so erkannten sie nach jeder neuen Erfahrung ein kleines Stückchen mehr von ihrer eigenen, einzigartigen, strahlenden Schönheit. Je reiner ihre Herzen wurden, desto besser wurde ihr Erinnern und die Sicht durch die Nebel hindurch, die sich zeitgleich auch immer weiter auflösten, je mehr Schritte sie gingen. Und so erkannten sie langsam immer mehr, welch wundervoller vollständiger Kreis der Schöpfung sie alle zusammen waren. Ein zauberhafter, kraftvoller, lustiger, liebevoller und doch auch völlig verrückter Kreis der Schöpfung.

So gingen sie immer weiter auf diesem Weg. Dem Weg des Herzens. Immer mehr erkannten sie auch, dass es andere gibt, die diesen Weg genauso gehen wie sie selbst. Andere, die diesen Weg schon lange suchten und wie sie selbst anfingen durch das Gehen des Weges, die dichten Nebel für alle zu lockern.

Ihr Herzschlag glich sich immer mehr dem Herzschlag von Mutter Erde an. So konnten sie auch das große Geschenk erkennen, das ihnen gemacht wurde. Das Geschenk des Lebens. Im Paradies. Das nur von den Seelen zu erkennen ist, die diesen herausfordernden Weg zu sich selbst gegangen sind. Den Weg des Herzens.

Die Nebel lichteten sich weiter und und die Melodie des Friedens erklang. Diese Melodie ist bis heute zu hören und immer mehr Seelen klingen mit ihr mit.

Text: Manuela Rohr
Bild: Pixabay
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