Zauberwissen

Welches heidnische Fest Ostern zugrunde liegt

Ostara

Das Osterfest ist in diesen Zeiten hauptsächlich als Fest der Christen bekannt. Doch taucht man etwas tiefer in die Geschichte ein, findet man so einige Hinweise dafür, dass dieses Fest mit dem ursprünglichen Namen Ostara schon seit Urzeiten von uns Menschen gefeiert wurde und erst irgendwann später vom Christentum adaptiert wurde.

„Der Eosturmonath, heute Passahmonat bezeichnet, war früher benannt nach einer ihrer Göttinnen, welche Eostre genannt wurde, zu deren Ehren Feste in diesem Monat gefeiert wurden. Jetzt benennen sie die Passahzeit mit ihrem Namen, womit die Freuden der neuen Feierlichkeit unter dem Namen der altehrwürdigen Göttinnenverehrung angerufen werden.“
(Kirchenhistoriker Beda Venerabilis im 8. Jahrhundert)

Eostre, auch als Göttin Ostara benannt, steht symbolisch für die Morgenröte, das aufsteigende Licht, den Frühling, die Fruchtbarkeit und den Ackerbau. Sie bringt uns das Licht nach der dunklen Winterzeit zurück und mit ihr zieht die Wärme, das Wachstum und die Wiedergeburt wieder ein.

Ostara: Das Fest der FruchtbarkeitNach altem Brauch wird das Fest zu Ostara an der sogenannten Tag- und Nachtgleiche im Frühling gefeiert. Zu diesem Zeitpunkt ist die Dauer des Tages und die Dauer der Nacht exakt gleich lang. Licht und Dunkelheit stehen sich also in diesem Moment in perfekter Balance gegenüber. Danach gewinnt das Licht kontinuierlich an Kraft und wird Stück für Stück stärker. Die „lichtvollere“ Zeit kommt wieder auf uns zu.

In diesem Jahr fällt diese Tag- und Nachtgleiche auf den 20.03.2017 um 11:29 Uhr. Dieser Tag darf richtig gefeiert werden. Denn das Neue beginnt im niemals endenden Zyklus.

Der Frühling kehrt ein

Der Boden taut langsam wieder auf. Das Wasser beginnt zu fließen und verheißt Wachstum und Fruchtbarkeit für die Felder. Die ersten Samen beginnen zu wachsen. Allerlei Pflanzen erwachen wieder aus dem Winterschlaf. Wunderschöne Frühlingsblumen sprießen aus der Erde.

Sogar unser Körper reagiert auf den Frühlingsanfang. Unser Hormonhaushalt verändert sich immer mehr und die Frühlingsmüdigkeit kommt zum Vorschein.

Ostara: Zeremonien und BrauchtumMit dem Frühjahrsputz befreien wir uns nicht nur von Schmutz im physischen Sinne, sondern werfen dadurch auch sinnbildlich ein paar Altlasten ab und machen uns wieder freier für das Neue. Das Neue schafft sich auf allen Ebenen seinen Raum. Das Alte zerfällt in seine Bestandteile.

Wir verabschieden uns immer mehr von den langen dunklen Monaten des Winters und begrüßen das Wiedererwachen der Natur im Zyklus der Jahreszeiten. Die Tag- und Nachtgleiche steht auch kalendarisch offiziell für den Beginn des Frühlings.

Symbole, Brauchtum und Rituale

Viele der alten Riten zu Ostara sind wohl in Vergessenheit geraten, doch einige davon finden sich auch heute noch an verschiedenen Stellen wieder:

Osterhase

Der fortpflanzungsfreudige Hase verkörpert den Aspekt der Fruchtbarkeit und gilt gleichzeitig auch als heiliges Tier der Göttin Ostara.

Osterei

Eine alte keltische Legende erzählt, die Göttin Ostara hätte am Beginn der Zeit ein Ei zur Welt gebracht. Das Eigelb symbolisiert den Sonnengott und die Schale die „weiße Göttin“ der Hexen. Als die Schale anfing zu brechen, legte Ostara das Ei behutsam in der Dunkelheit ab. Schließlich schlüpfte die gesamte Erde mit allen Pflanzen, Tieren und Menschen und die Sonne.

Eier gelten in den verschiedensten Kulturen als Symbol für die Wiedergeburt. Schon auf alten Höhlenmalereien sind sie zu finden, meistens in Verbindung mit Mondsymbolen.

Osterkerze

Das Entzünden der Osterkerze erinnert an das Brennen der ursprünglichen Osterfeuer. Die Osterfeuer brannten für den Schutz gegen böse Mächte, den Segen der Götter, um den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen.  Die Osterkerze gilt als Zeichen für die Auferstehung von Jesus Christus nach der Kreuzigung. Mit dem Tod und der Auferstehung von Jesus Christus finden wir ebenfalls das  Alte wieder, das in seine Bestandteile zerfällt (Tod) und das Neue, das beginnt (Auferstehung).

Osterwasser

In der Nacht zum Ostersonntag liefen die Frauen in alten Zeiten schweigend zu Wasserquellen und schöpften das Osterwasser. Es sollte Menschen und Tieren Gesundheit verleihen, Ungeziefer vertreiben und Schönheit verleihen. Im Christentum wird ebenfalls an Ostern eine Wasserweihe vorgenommen, das teilweise als Taufwasser für das ganze Jahr genutzt wird. Mancherorts werden auch die Osterkerzen in dieses Wasser getaucht, um das Haus und seine Bewohner zu schützen.

Weihe der Äcker

Manche Bauern führen noch heute Rituale durch wie die alten Volksstämme und segnen zum Frühlingsbeginn ihre Felder. Sie legen Kräuter wie Pfefferminze, Schlüsselblume und Äste des Weidenbaums ab an den Feldern ab, geben Kerzen in den Boden und rufen die Himmelsrichtungen an. Sie bitten um Schutz vor Unwetter und für eine ertragreiche Ernte.

Die Botschaft von Ostara

Es ist eine zauberhafte Zeit, um sich für das Neue auszurichten. Das Licht in uns und um uns wächst mit jedem neuen Tag und wird stärker und kräftiger. Es bringt uns fruchtbaren Boden und Wärme und wundervolle Energie, so dass das Neue sich wunderbar entfalten kann. Es lohnt sich jetzt sehr, dich mit dieser besonderen Zeitqualität tiefer zu verbinden und in dich zu gehen:

  • Was möchtest du jetzt verabschieden und gehen lassen?
  • Für welche Dinge ist es jetzt an der Zeit, einen Abschluss zu finden?

Lass das Alte hinter dir. Nutze die Energien dieser Zeit. Mach dich frei. Um Raum zu schaffen. Für dich. Für die Kraft, den Mut und das Vertrauen, die dich durch deine Wiedergeburt und durch dein Wachstum tragen.

  • Welche Visionen hast du für dieses Jahr?
  • Welche Dinge liegen dir so Herzen, damit du ihnen auch im kommendem Jahr deine Energie schenken möchtest?
  • Was möchtest du in diesem Jahr neu wachsen sehen?

Jetzt ist die Zeit, um die neuen Samen zu setzen. Es ist die Zeit, um diese Samen gut auszuwählen, zu hegen und zu pflegen. So vieles ist möglich.

Manifestiere deine Absichten

Nimm dir ein paar Tage Zeit und beantworte dir die oben genannten Fragen. Lege deine positiv formulierten (!) Antworten immer wieder einmal über Nacht zur Seite und nähere dich ihnen am nächsten Tag noch einmal neu. Drehe diese Kreise so lange, bis die Antworten sich für dich stimmig anfühlen.

Ostara Eostre Eostar: Fakten, Annahmen, Vermutungen, Spekulationen, Mutmaßungen und UnsinnZur Tag- und Nachtgleiche (20.03.2017)  schreibst du deine Antworten auf ein Blatt Papier. Zünde eine Kerze an. Bitte die Himmelsrichtungen (Osten, Süden, Westen, Norden), die Elemente (Wasser, Luft, Erde, Feuer) und Göttin Ostara um ihre Kraft und ihren Schutz. Du kannst diesen Teil frei formulieren, wie es für dich passt. Vertiefe dich mit deiner Geisteskraft in deine Wünsche, visualisiere sie und unterlege sie mit Emotionen um die Energie zu erhöhen. Dann lese deine Wünsche laut vor und übergib sie Großvater Feuer (deiner Kerze) zur Transformation. Bedanke dich bei den Richtungen und den Elementen und verabschiede sie.

Gehe an einem der nächsten Tage in die Natur und gleiche bei Mutter Erde die Energien für deinen Wunsch aus. Mehr darüber, wie du dich bei ihr bedanken kannst findest du auch im Artikel Wie du deinen persönlichen Kraftplatz in der Natur erstellst.

Ich wünsche dir einen wunder-vollen und zauber-haften Tag!

****

Hast du Fragen, die ich dir vielleicht über einen Blogartikel beantworten kann? Dann schreib mir gerne unter: info@dimension-sieben.de

Möchtest du die Entstehung von Blogartikeln unterstützen, bin ich dir sehr dankbar: Hier kannst du Energie spenden.

Schreibe eine Antwort

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Theme von Anders Norén