Zauberwissen

Wie du deinen persönlichen Kraftplatz in der Natur erstellst

Ritualarbeit

In diesen Artikel erkläre ich dir, was ein Kraftort ist, wie du deinen persönlichen Kraftort in der Natur erstellen kannst, was dabei wichtig ist und was du beachten solltest.

Was ein Kraftort ist

Als Orte der Kraft werden Plätze bezeichnet, die reich an positiven Energien sind. Diese Energie kann von Kraftlinien (Erd-Meridianen) stammen, welche die Erde durchziehen und an ihren Schnittpunkten über besonders viel Energie verfügen. Frühere Kulturen haben derartige Kraftorte in die Planung zum Haus und Siedlungsbau mit einbezogen. Oft wurden auch Kirchen auf solchen Plätzen aufgebaut. Zu den bekannteren Kraftorten zählen z.B. auch Stonehegde in England oder die Externsteine in Deutschland.

Einen Kraftplatz kannst du dir allerdings auch an nahezu jedem beliebigen Ort selbst aufbauen. In der Natur oder Zuhause an einem Altar beispielsweise. Ein Platz an einem wilden Wasserfall, an einer besonderen Felsformation in den Bergen, an einem eindrücklichen Baum – es sind kaum Grenzen gesetzt und seit jeher arbeiten Menschen an Kraftorten. Leider ist dieses Wissen in der westlichen Welt etwas verloren gegangen. Deshalb wird es umso mehr Zeit, dass wir es wieder aufleben lassen. Wir alle tragen dieses „alte Wissen“ in uns. Verbinden wir uns wieder mit unserer wahren Natur, können wir auf dieses Wissen zugreifen. So wird es erfahrbar und überprüfbar. Durch dich selbst. Und du musst an nichts glauben, damit es wirkt. Du wirst es selbst erleben und dich von der Wirksamkeit überzeugen können.

In diesem Artikel erkläre ich dir eine Methode, wie du du deinen Kraftort finden, aufbauen und pflegen kannst. Mit den Energien vor Ort kannst du dich reinigen, aufladen und auch rituell arbeiten.

Wie du deinen persönlichen Kraftort in der Natur findest

An erster Stelle steht natürlich die Aufgabe, deinen persönlichen Kraftort zu finden. Ich selbst habe die besten Erfahrung damit gemacht, vor Ort in den Wald zu gehen und mir dort einen wundervollen Baum oder eine Baumformation zu suchen. Ist ein Platz reich an natürlichen positiven Energien, kannst du das auch am Wuchs der Pflanzen erkennen. An diesen Stellen wachsen die Bäume und Pflanzen besonders gut. Manchmal finden sich auch zwei oder mehrere ineinander verschlungene Bäume, ein besonders geformtes Wurzelwerk oder ein besonders schöne Lichtung, die ganz eigen wirkt. Wenn du die Augen und vor allem deine „Fühler“ offen hältst, wirst du diese Plätze mit der Zeit von ganz alleine finden.

Sehr gerne mag ich auch Kraftorte mit fließendem Wasser. Großmutter Wasser bringt naturgemäß schon ihre ganz eigene Kraft mit sich. Auch an diesen Orten lohnt es sich, einen Kraftort aufzubauen. Einen Naturaltar oder wie auch immer du deinen neuen heiligen Platz zum Krafttanken nennen möchtest. Ich selbst pflege verschiedene Kraftorte, die ich von Zeit zu Zeit immer wieder mal besuche. Bin ich auf Reisen und komme öfter an diese Orte, suche ich mir auch dort entsprechende Plätze und kehre immer wieder zu ihnen zurück. Kraft und Energie kann man schließlich nie genug haben.

Wie du deinen Kraftort aufbaust

Hast du dich für einen Kraftort entschieden geht es darum, ihn aufzubauen. Dazu bringst du am besten ein paar Gaben für Mutter Erde und die Tiere mit. Das können Dinge sein, wie:

  • Vogelfutter
  • Nüsse
  • Äpfel
  • Kastanien
  • zerkleinertes Brot
  • etc.

Am besten informierst du dich, welche Tiere es vor Ort gibt. Hier kannst du entweder selbst die Augen offen halten und die Natur- und Tierwelt beobachten oder aber auch vor Ort Leute fragen, die sich damit vielleicht besser auskennen. Es wird ohnehin Zeit, dass wir Menschen wieder mehr miteinander sprechen und nicht mehr so anonym aneinander vorbei laufen.

Zum Thema „Mehr miteinander reden“ möchte ich an dieser Stelle noch ein wenig ausschweifen, weil ich das sehr wichtig finde: Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich die Verhaltensweisen an verschiedenen Orten unterscheiden. An einem Ort grüßt sich so ziemlich jeder und schaut einem dabei direkt in die Augen, an einem anderen Ort bekommt man für einen Gruß einen verwunderten Blick. Das hängt nicht immer zwangsläufig damit zusammen, ob man gerade auf dem Land oder in der Stadt ist, wie ich feststellen durfte. Wann haben wir das einander begegnen nur aufgehört?  Haben wir wirklich nicht mal dafür mehr Zeit? Jeder Mensch freut sich über einen Blick, ein Lächeln und einen Gruß. Ich stelle das immer wieder fest und grüße jetzt einfach überall. Es wird Zeit, dass wir Menschen wieder mehr zusammenrücken. Die Individualität hat für meinen Geschmack definitiv ihre Grenze erreicht. Und wenn ich nur ein Tropfen ins Feuer bin, ändere ich das. Ich hoffe, du machst mit.

Wie du mit Gaben für Energieausgleich sorgst

Mit den Gaben für Mutter Erde und die Tierwelt kannst du ein schönes Mandala legen: Kreise, Herzen, Bilder – alles ist möglich. Hauptsache ist, dir gefällt es und es fühlt sich für dich stimmig an. Mit diesen Gaben gleichst du die Energien aus, die du für dich zu deiner Stärkung erhältst. Dieser Ausgleich ist nicht nur wichtig, um das Gleichgewicht am Kraftort aufrecht zu erhalten, sondern er ist auch ein wichtiger Bestandteil dafür, dass du die erhaltenen Energien wirklich komplett für dich nutzen kannst.

Nimmst du nur, verhält es sich wie im ganz normalen Alltag: Die Menschen, die sich nur im Mangeldenken befinden, erhalten auch nur recht wenig zurück. Diejenigen, die gerne geben, erhalten zwar nicht immer direkt vom Beschenkten, aber die Gesamtenergien des Universums sorgen immer für einen Ausgleich. Wer also viel nimmt, dem wird viel genommen. Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. 

Wie du die Kraft von Großvater Feuer dazu gibst

Wenn du das Mandala aus den Gaben gelegt hast, zündest du eine Kerze am besten aus Bienenwachs an. So gesellt sich zu Mutter Erde, evtl. Großmutter Wasser, den Stein- oder Baumwesen auch noch die Kraft von Großvater Feuer hinzu. Das verstärkt die wirkenden Energien noch mehr. Achte dabei bitte unbedingt darauf, dass sich das Feuer nicht ausbreitet. Lasse also niemals eine Kerze alleine brennen, sondern bleib immer direkt dabei.

Wie du die Energien vor Ort reinigst

Nach dem Entzünden der Kerze und dem Legen der Opfergabe, kannst du den Platz räuchern. Dafür eignet sich ein Stück Palo Santo oder etwas Copal. Entzünde das Holz Palo Santo, lass es ein wenig brennen und wedele dann die Flamme mit schnellen Handbewegungen wieder aus. Oder aber arbeite mit einem Räuchergefäß, etwas Räuchersand, einem Stück Räucherkohle und dem Räucherharz Copal. Mit dem aufsteigenden Rauch kannst du rund um den Kraftort gehen und den Rauch verteilen. So reinigst du die Energien vor Ort.

Wie du dich mit deinem Kraftplatz verbindest

Nach der Räucherung verbindest du dich mit deinem Kraftplatz. Dafür ist es super, wenn du direkten Kontakt zu Mutter Erde hast. Zieh deine Schuhe und Socken aus und gehe mit den Fußsohlen in Kontakt mit dem natürlichen Boden von Mutter Erde. Oder aber lege beide Hände auf den Boden. Am allerbesten wäre es, sich nackt auszuziehen und sich direkt auf den Schoß von Mutter Erde zu legen. Doch das ist dann eher für die besonders Mutigen, die besonders tief verbunden sein wollen.

Dann atme in Ruhe ganz tief ein. Atme in Ruhe wieder ganz tief aus. In völliger Gelassenheit. Atme frische Luft tief in dich ein und atme allen Stress, alle Sorgen und alle Ängste bewusst wieder aus.

Spüre Mutter Erde. Begrüße sie. Spüre, wie sich die Energien anfühlen. Geh in die Wertschätzung für Mutter Erde. Fühle diese Emotion ihr gegenüber. Bedanke dich bei ihr für ihr Tragen und Nähren. Für ihr Sein. Für ihre Stärke. Für ihr Wachstum und die Transformation, die durch sie möglich wird. Für das Leben. Je mehr deine Aufmerksamkeit auf diesen Emotionen liegt, desto tiefer kannst du dich mit ihr verbinden und desto stärker wirst du mit der Zeit die Energien fließen spüren. Der zentrale Schlüssel ist, die Emotionen zu ihr zuzulassen und wirklich zu SPÜREN.

Spürst du die Verbindung, kannst du damit beginnen, die fließenden positiven Energien in dir aufzunehmen und die negativen Energien aus dir hinausfließen zu lassen. Atme ein und nimm positive Energie auf. Atme aus und gebe negative Energie ab. Gib diese alte Energie in den Schoß von Mutter Erde. Sie hat die Kraft, diese Energien zu transformieren. Sie und Großvater Feuer. Bitte um Kraft und um Energie. Um Ruhe. Was immer dir gerade gut tut. Du kannst es laut formulieren oder aber auch nur in deinem Kopf. Wie du dich am wohlsten damit fühlst. Spürst du die Energien noch nicht fließen, stell dir vor, wie sie fließen. Visualisiere sie. Nimm in deiner Visualisation helles Licht in dir auf und atme dunkle Energie hinaus. Machst du das regelmäßig, dauert es nicht lange, bis du die Energien wirklich spüren kannst. Das ist kein Hokuspokus. Es funktioniert.

Wenn du magst kannst du zum Abschluss für Mutter Erde noch ein Liedchen singen oder auf einem mitgebrachten Instrument etwas spielen. Als Dank für ihre Unterstützung.

Ich selbst habe lange nicht gesungen. Irgendwann fing ich damit an. Heute möchte ich es nicht mehr missen. Ich singe für Mutter Erde und habe selbst die größte Freude dran. Anfangs gucken zwar ein paar Menschen, weil „einfach so“ jemand singt. Doch wie schön ist es, wenn wir alle wieder mehr singen und tanzen. Und ich hab noch keinen getroffen, der mich deshalb nicht angelächelt hat.

Zum Schluss verabschiedest du dich noch einmal bei Mutter Erde und deinem Kraftplatz und dankst ihnen mit Worten oder in Gedanken.

Was du an einem Kraftplatz alles machen kannst

Im Prinzip eignet sich ein Kraftplatz für alle energetischen Arbeiten. Du kannst dich dort erden, deine Gebete zu Mutter Erde sprechen und jedes erdenkliche Ritual ausführen, wenn du mit der Ritualarbeit vertraut bist. Es ist ein wunderbarer Ort, um zu meditieren, tiefer in die Natur einzutauchen und in Verbindung mit der geistigen Welt zu gehen. Es ist dein Ort. Dein Zugang. Dein Tor zwischen den Welten. Den Welten, die letztendlich sowieso eins sind. Es wird Zeit, dass wir uns wieder mehr daran erinnern. Immer mehr von uns tun das schon in diesen Zeiten.

Mutter Erde wird dir dein Wirken danken. Denn mit jedem Aufbau und der Pflege eines Kraftortes hilfst du mit, negative Energien auf der Erde zu transformieren. So hilfst du dir nicht nur selbst, sondern wirst automatisch auch zu einem Hüter der Erde.

Wir sind alle eins. Wir sind alle miteinander verbunden. Mutter Erde gibt uns ein wunderbares Zuhause. Achten und ehren wir sie dafür, wird sie sich gut um uns kümmern.

Ich wünsche dir einen zauberhaften und kraftvollen Tag!

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