In diesen Tagen zeigt sich mir das Thema Sehen einmal wieder etwas mehr und so möchte ich dich heute zu einer kleinen Reise in meine Zauberwelt einladen, dich an meinen Gedanken teilhaben lassen und dir ein wenig meine Sicht zeigen.

So viele möchten gerne hellsehen

Immer wieder begegne ich Menschen, die unbedingt Auren sehen wollen. Das steht in meinem Umfeld in der Hellsinn-Chartliste auf Platz 1. Menschen, die das können, werden total bewundert. Wenn dann jemand noch Tiergeister, Erzengel und was weiß ich noch alles sehen kann, dann hat er es voll drauf. Ganze Geschäftszweige haben sich so gebildet.

Solche Menschen kenne ich auch. Immer mehr lerne ich sogar kennen. Auch ich hab sie sehr bewundert für diese Gaben, die sie tragen dürfen. Hab voll und ganz in allem auf sie gehört. Doch dann bin ich in einigen Dingen auch ziemlich auf die Nase gefallen. Das ist nicht weiter schlimm, denn nur so lernte ich meiner eigenen Sicht zu vertrauen. Im Gegenteil – ich bin sogar tief dankbar dafür, Teil von so mancher Reise gewesen sein zu dürfen, auch wenn ich manchmal gut am Abgrund stand. Es war ein Geschenk.

Auf diesem Weg lernte ich so vieles, unter anderem auch, dass in der 4. Dimension (Anderswelt) auch sehr viel manipuliert werden kann, was das Sehen betrifft. Auf diesem Weg lernte ich, dass es durchaus Sinn macht, mehr als einen Baustein zu verketten, wenn man einer Botschaft folgen möchte. Ich lernte, dass ich am besten mehrere Sinne benutze und sie final immer wieder durch das Gefühl des Herzens überprüfe.

Deshalb kann ich nur davor warnen, das Sehen auf ein allzu hohes Podest zu stellen. Manchmal trügt der Schein eben. Auch Dämonen können sich in der Aura verstecken. Du siehst sie dann nicht. Doch fühlen. Fühlen kannst du sie immer. So zeigt es sich zumindest mir. Wobei sie sich mir oft genug auch freundlich zeigten, die Dämonen. Denn auch sie tragen Licht in sich. Nur manchmal wissen sie es gar nicht oder können es einfach nicht glauben. Doch das ist wiederum eine andere Geschichte.

Warum für mich das Hellfühlen viel wichtiger ist

Aus all den Erfahrungen heraus wurde Fühlen für mich sogar wichtiger als das Sehen. Öffnen wir uns dem Fühlen wieder, öffnen wir auch automatisch unser Herz weiter und lustigerweise gehen dann alle anderen Sinne auch von ganz alleine wieder weiter auf. So können wir das Fühlen mit dem wundervollen Sehen verbinden.

Öffnen wir unser Herz und sprechen ein ehrliches Gebet zu Vater Sonne oder zu Mama Erde oder zu Mondana, wie La Luna auch gerne genannt werden möchte, verbinden wir uns in aller Tiefe. Sie werden uns immer antworten. Je leiser wir werden, desto besser werden wir sie hören können. Mir zeigen sie Symbole. Manchmal darf ich Visionen sehen. Manchmal Tiergeister. Sie sprechen mit mir auch sehr viel am Licht. Über alle Wege. Viel mehr sogar als in der Dunkelheit. Doch vor lauter Sehen wollen in der Dunkelheit hatte ich dafür lange überhaupt keinen Blick.

Stelle ich der geistigen Welt also ernsthaft aus dem Herzen eine Frage oder äußere ich eine Bitte, antworten sie immer. Manchmal erhalte ich die Antworten, Hilfen oder Lektionen sehr klar in Träumen. Manchmal fällt mir ein Buch in die Hand, dass ich vor zehn Jahren kaufte und mit dem ich schon zehn Mal umgezogen bin. Zehn Jahre zuvor verstand ich es nicht. Doch heute stehen Sachen drinnen, die JETZT absolut alle zu meinen Erfahrungen passen und ich genau weiß, wovon die Rede ist.

So kann ich jetzt Jane Roberts endlich komplett lesen und auch die Sicht von Osho, der ebenfalls sehr viele verschiedene Aspekte miteinander verbindet, kann ich nun klar nachvollziehen. Damals war mir das alles viel zu abgedreht. Jetzt verstehe ich auch, warum manche zu mir sagen, so wie du schreibst, meint man du stehst unter Drogen. Es ist einfach viel zu weit weg für sie. Ja, ich stehe unter einer Droge. Die Liebe ist meine Droge. Sie verändert alles. Das Fühlen verändert alles.

Das Öffnen des Herzens öffnet auch dein Hellsehen immer weiter

Um wirklich gut „sehen“ zu können, brauchen wir also wirklich nur unser Herz zu öffnen. Am besten geht das mit Entspannung und Stille und maximaler Erdung. Da meine „Sicht“ auch sehr viel mit geistigen Eingaben zu tun hat und das bei mir im Kopf oft zugeht, wie auf einer 100fachen Autobahn, musste ich das Chaos erst mal lange mit Musik zügeln, über die ich der Ruhe in langsamen Schritten immer näher kam. Brainwave Meditationen halfen mir dabei sehr gut.

Irgendwann hat die geistige Welt gesagt: „So. Schluss mit der Musik. Das nimmt zu viel Aufmerksamkeit. Es ist Zeit für den nächsten Schritt.“ und so ließ ich die Musik irgendwann weg, empfing noch mehr und so lernte ich auch immer mehr, dass der Zugang zu allen Sinnen immer übers Fühlen geht. Das Fühlen ist es, das wir so zugemacht haben, wegen emotionalen und körperlichen Schmerzen. Gehen wir durch sie hindurch und fühlen wir wieder, öffnet sich alles immer weiter.

Mit der Zeit fühlen wir dann immer mehrdimensionaler. Heute fühle ich z.B., wenn jemand wütend auf mich ist, ohne dass ich mit ihm Kontakt habe. Heute fühle ich, wenn jemand intensiv an mich denkt, obwohl die Person hunderte von Kilometern von mir entfernt ist und ich in keinerlei Kontakt stehe. Je weiter ich mit dem Öffnen des Herzens komme, desto mehr kann ich auch aus den gefühlten Energien herauslesen. Je weiter ich meine eigene Angst fühle, sie dadurch annehme und sie durch Ausdruck befriede, desto weiter geht immer alles auf.

Es gibt so viele unterschiedliche Sichten

In einer meiner Gruppen tauschten wir uns eines Tages über die Art des Sehens aus. Die einen sehen mehr Auren, die anderen mehr Tiergeister, die nächsten mehr Muster, die nächsten mehr Symboliken, andere wiederum reine Energien, die sie immer mehr lesen lernen. Es gibt so viele verschiedene Arten von Sichten. Jede ist wunderschön und jede führt uns auf unserem Weg.

Jemand sagte mir einmal, dass es viele Menschen gibt, die Gaben haben, jedoch nicht darüber sprechen. Ich fühlte damals einen Vorwurf heraus, weil ich mich so klar zeige. Nun, ich finde es sehr wichtig, dass wir uns austauschen. Denn nur so verstehen immer mehr Menschen, dass es jedem möglich ist, seine Hellsinne wieder zu öffnen und dass das kein exklusives Recht für ein paar Auserkorene ist, sondern dass jeder diesen Zugang in sich trägt.

Dieser ganze Austausch, der stattfindet – und er findet überall immer mehr statt – fördert es, dass Menschen weniger Angst vor ihren Gaben haben. Es stärkt das Vertrauen in sich, denn wenn andere die Wege durch die Schatten gehen konnten, die eine Öffnung der Sinne begleiten, dann kann das jeder.

Es ist so wichtig (!), dass wir uns zeigen, damit man uns auch um Hilfe bitten kann, wenn man auf das ein oder andere Problem stösst. Doch jeder kann natürlich seine Meinung haben. Ich auch. Und ich gehe so viele Lichter anzünden, wie es mir möglich ist. Basta! Dazu gehört für mich Offenheit, Ehrlichkeit, Authentizität und hin zu leuchten. Das ist MEINE Sicht und sie ist es, der ICH folge.

Wollen wir mehr Schein oder mehr Sein?

Einmal sagte mir ein Reikilehrer, von dem ich sehr viel halte, weil er Reiki wirklich aus dem Herzen macht: „Diejenigen, die am meisten tun, wirken im Hintergrund. Du wirst sie selten sehen.“ Ja, das erlebe ich auch immer wieder.

Und doch gibt es nun neue Zeiten. Ich finde es wichtig, sich zu zeigen. Nicht als Guru. Sie sind die aussterbende Art für mich. Die Zeit ist vorbei, in der Menschen jemanden anhimmeln dürfen, weil er so einen krassen Zugang hat. Viele Götter wurden meines Erachtens nur verehrt, weil sie einfach mehr Zugang damals hatten als andere. Sie taten keine Wunder. Sie hatten einfach das Wissen um die Magie. Sie waren wie du und ich. Und doch verbinde ich mich auch mit ihren Energien manchmal, wenn ich arbeite, weil diese immer noch da sind. Das ist kein Widerspruch.

Vieles ist schief gelaufen mit der Magie. Vieles hat sich immer wieder wiederholt. Das Gefährlichste war immer wieder viel zu viel zentralisierte Macht. Deshalb ist mein Weg, möglichst vielen zu helfen, ihren eigenen Zugang wieder zu öffnen. Alles andere macht für mich keinen Sinn. Über den Zugang durch das Herz. Andere Wege wurden mehr als genug benutzt. Wozu das hinführt, durften wir eben immer wieder erfahren. Es wird Zeit, dass wir am Licht nachziehen. Ins Gleichgewicht finden. Dann kann auch die Dunkelheit ausheilen, die so lange so missbraucht wurde.

DAS ist der Weg, den ich für den Frieden sehe. Aus diesem Grund stehe ich auf und zeige mich. Und ich freue mich über jeden einzelnen, der das genauso macht. Werden wir zu den buntesten Chamäleons im ganzen Universum, die sich zeigen und sich nicht mehr anpassen. Alle zusammen!

Deshalb sage ich: Mehr Schein UND mehr Sein!

© Dimension Sieben, 2018

Das neue Hörbuch auf Dimension Sieben

Im ersten Teil dieser neuen Serie erzählt dir Manuela Rohr, wie sie von der geistigen Welt auf den Weg der Heilerin gerufen wurde, wie sich ihre Wahrnehmung kontinuierlich erweitert und welche Herausforderungen und neuen Erkenntnisse ihr auf diesem Weg immer wieder begegnen.

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